Logo Verband



Bioabfall / Kompostierung

Kompostierung - die natürlichste Sache der Welt

In der Natur werden Laub und Pflanzenreste durch Bakterien, Pilze und andere Bodenlebewesen zersetzt und zu Humus umgewandelt. Der Humus mitsamt seinen Nährstoffen dient wiederum Pflanzen als Nahrung. So schließt sich der Kreislauf.

Bioabfälle aus Küche und Garten gehören auf den eigenen Komposthaufen oder in die Biotonne, damit sie Teil des natürlichen Kreislaufs werden können. Bioabfälle im Restmüll sind nicht nur eine Verschwendung wertvoller Ressourcen, ihr hoher Feuchtigkeitsgehalt erschwert die weitere Verarbeitung (Verbrennung/Behandlung) der Abfälle.

Etwa 40 % der niederösterreichischen Haushalte entsorgen ihren Biomüll mittels Biotonne (über 25.000 t alleine im Bezirk Baden, 172.429 t jährlich in Niederösterreich). Alle übrigen Haushalte verwerten ihre biogenen Abfälle, indem sie selber kompostieren. Die Reinheit des produzierten Komposts hängt sehr stark von der Reinheit der gesammelten Biomasse ab. Daher ist es wichtig, den Biomüll so früh als möglich, bereits im Haushalt, vom übrigen Abfall zu trennen.

Kompostierung_von_NUV.jpg


Kompostierung durch die Biotonne

Die Sortenreinheit der Bioabfälle ist die Grundlage für eine gute Kompostqualität. Plastiksackerln, Katzenstreu, Windeln, Staubsaugerbeutel, Kehricht, Koks- und Kohlenasche gehören in den Restmüll und NICHT in die Biotonne. Speiseöle und -fette sind Problemstoffe und sind am Altstoffsammelzentrum /Wertstoffsammelzentrum abzugeben.

Zu den Bioabfällen zählen:

- Obst- und Gemüseabfälle
- Schalen von Bananen- und Zitrusfrüchten
- verdorbene Lebensmittel ohne Verpackung, Speisereste
- Kaffee- und Teesud samt Filter und Beutelpapier
- Eierschalen und Federn
- Blumensträuße, Topfpflanzen (ohne Topf)
- Gartenabfälle
- Wildkräuter (Unkräuter)
- Laub

Vor allem in der warmen Jahreszeit kann es in der Biotonne zu starker Geruchsbildung, bedingt durch verstärkte biologische Aktivitäten, kommen. Um dem entgegen zu wirken, sollte die Biotonne im Schatten stehen, Küchenabfälle in Papier- oder Maisstärkesäcke verpackt (ohne Glanz- oder Buntdruck) und Steinmehl oder Gartenerde immer wieder darüber gestreut werden. Zusätzlich können bei den Gemeindeämtern geeignete Einstecksäcke vom GVA-Baden aus Maisstärke erworben werden. Außerdem sollte die Biotonne regelmäßig gereinigt werden.

Belüfteter Kübel und Sammelsäcke zur Bioabfallsammlung

Um die Sammlung von Küchenabfällen schon in der Küche zu erleichtern, gibt es vom GVA-Baden kleine grüne 10l Kübel mit passenden Maisstärkesäcke.

im_garten_3.jpg

Die Sammelkübel sind mit Lüftungsschlitzen und einem doppelten Boden ausgestattet, um die gesammelten Abfälle zu belüften und einen Fäulnisprozess mit Geruchsbelästigung zu verhindern. Die Sammelsäcke aus Maisstärke werden auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt, die biologisch abbaubar und kompostierbar sind.
Sammelkübeln und Maisstärkesäcke können beim GVA-Baden oder auf den Gemeindeämtern erworben werden.

Eigenkompostierung der Bioabfälle

Die Eigenkompostierung ist die Biomüllsammlung und Biomüllverwertung auf eigenem Grund. Wer selber kompostiert, erzeugt Humus und Dünger für den eignen Garten.
Auf den Komposthaufen sollten nur jene Abfälle kommen, die auch in der Biotonne gesammelt werden. Generell könnten alle Abfälle aus Garten und Küche kompostiert werden. Jedoch zersetzten sich gesalzene Abfälle langsamer und alles Gegarte und Süße kann unerwünschte Tiere anlocken.
Die richtige Mischung von trockenen und feuchten Materialien, mit ausreichender Luft- und Feuchtigkeitszufuhr und regelmäßigem Umsetzen des Komposthaufens, kann innerhalb eines halben Jahres guter Humus produziert werden und das ohne Geruchsbelästigung. Bei einseitiger Aufbringung, beispielsweise nur Rasenschnitt und Laub, braucht der Verrottungsprozess viel länger.

Komposthaufen_von_NUV.jpg

Bioabfallverordnung

Die getrennte Sammlung von Bioabfällen ist in einer Bundesverordnung geregelt. weiter